Adventssingen in Haselbach

Der Männergesangsverein Haselbach veranstaltete am zweiten Adventssonntag in der Pfarrkirche Sankt Jakob das bereits traditionelle adventliche Singen in Haselbach. Mitgewirkt haben: Pfarrer Pater Dominik Daschner, Pfarrer i. R. Johann Six, der Kirchenchor Haselbach und de echt‘n Hoslbecka, beide unter der Leitung von Franz Schötz, die Saitenmusik Flederwisch aus Bogen, Elisabeth Fuchs mit der Querflöte, Wilma Tosch an der Orgel und der Männergesangsverein Haselbach unter der Leitung von Hans Kerber. Anschließend klang das adventliche Singen bei einem Glas Glühwein und einer kulinarischen Überraschung auf dem adventlich geschmückten Gemeindeparkplatz mit der Möglichkeit des Gedankenaustausches mit den Mitwirkenden aus.

Dankeď für ein Gemeinschaftswerk



Pontifikalgottesdienst mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer. Im neuen Glanz erstrahlt die sanierte Pfarrkirche Sankt Jakobus in Haselbach

Die Herbstsonne lachte mit den Haselbachern um die Wette, als nach zwei Jahren umfassender Außen- und Innensanierung am Kirchweihsonntag mit dem Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer der festlichen Abschluss der Kirchenrenovierung gefeiert wurde. Dass das Datum genau auf den 300. Weihetag der erweiterten Pfarrkirche Sankt Jakobus fiel, war ein zusätzlicher Grund zum Feiern.

Als Begrüßungskomitee für den Diözesanbischof standen die Kindergartenkinder parat, "de echtn Hoslbecka" intonierten unter der Leitung von Franz Schötz Blasmusik und der Sprecher des Pfarrgemeinderates Simon Haas wies auf die drei besonderen Festanlässe „Abschluss Renovierung, Kirchenjubiläum und Bischofsbesuch“ hin. Ein langer Kirchenzug mit Vereinen und kirchlichen Verbänden bewegte sich dann zum festlich geschmückten Gotteshaus. Hier sprach Pater Dominik Daschner den Willkommensgruß an Bischof Rudolf, die beiden Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Johann Six und Prof. Dr. Karl Hausberger, Gemeindereferentin Birgit Blatz, Bürgermeister Johann Sykora sowie alle Pfarrangehörigen.

„Wenn ein großes Werk abgeschlossen ist, dann gilt es Dank zu sagen. Das wird in diesen Tagen getan“ betonte Pater Dominik. Der Dank des Christen richte sich aber weiter an Gott, der seinen Segen zur geglückten Renovierung geben hat. Und diesem Dank schloss sich auch Bischof Rudolf an, der sich begeistert von der im neuen Glanz erstrahlenden Dorfkirche zeigte, in der er gleich etliche Szenen aus dem Leben des Heiligen Jakobus entdeckt hatte. Bischof Rudolf erinnerte, dass die Kirchengeschichte hier in Haselbach schon viel älter sei, als das heute gefeierte 300. Weihejubiläum. Bereits 1130 habe es einen Pfarrer in Haselbach gegeben, romanische Reste einer Kirche seien gefunden worden und auch die frühe Verbundenheit zum Kloster Oberalteich in der Zeit von 1225 bis 1803 konnte erneute Bestätigung finden. In seiner Predigt zitierte der Bischof aus dem Evangelium den prägnanten Satz „Zachäus, komm schnell herunter, denn ich muss heute in deinem Hause Gast sein“. Zachäus drückte die Sehnsucht aller Menschen aus, auf Jesus zu warten, um dem Göttlichen nahe zu sein.

Eine lebendige Pfarrei

Der Bischof dankte für das außerordentlich lebendige Pfarrleben in Haselbach. Mit Blick in die Reihen der Fahnenabordnungen lobte der Bischof auch das Engagement von Frauenbund, MMC und Landjugend. „Vergelts Gott für die Substruktur in den Gruppen und Verbänden“ betonte er und erweiterte dies auch auf die weltlichen Vereine, die mit zu einem gelingenden Gemeindeleben beitragen. „Die Kirche ist nicht der Ortsverschönerungsverein von Haselbach. Hier werden Grundwerte gelernt und vorgelebt sowie ein überzeugtes christliches Leben kennengelernt“ sagte der Bischof und resümierte: „Der Glaube trägt“.

Zeugen des Glaubens

Mit Freude sehe er die vielen Ministranten und gerade „die Großen“ zeigen, dass die Firmung gewirkt hat. Sie sind wichtige Zeugen des Glaubens im Alltag, in der Ausbildung, im Studium. Ein Dankeschön erhielt auch die Kirchenmusik und der Bischof lobte die außerordentlich würdige Gestaltung in so einer kleinen Dorfkirche. Der größte Wunsch des Bischofs richtete sich an die Kinder und Jugendlichen, die Sorge tragen müssen, dass auch die nächsten Jubiläen und 25 und 50 Jahren gefeiert werden können. Vor dem feierlichen Schlusssegen überreichte Bischof Rudolf an P. Dominik Daschner OPraem den persönlichen Titel „Pfarrer“ für sein jahrelanges engagiertes Wirken in der Pastoral des Bistums Regensburg. Den musikalischen Bestandteil der Liturgiefeier gestaltete der Kirchenchor Haselbach unter der Leitung von Franz Schötz mit Steffi Lorenz an der Orgel. Bei einem Stehempfang hatten die Haselbacher Gelegenheit zum Gespräch mit dem Diözesanbischof. Anschließend lud Bürgermeister Johann Sykora zur Eintragung in das Goldene Buch der Gemeinde ins Rathaus ein. Die weltliche Feier fand im Gasthaus Häuslbetz statt. Abgerundet wurde der Pastoralbesuch mit einer Kindersegnung am Nachmittag in der Pfarrkirche.